… hinter uns und mindestens eben so viele noch vor uns. Ab morgen aber ohne Strassenkarte! Es ist wirklich zu empfehlen, Karten für südamerikanische Länder in der Schweiz zu besorgen. Die Leute hier kennen das nicht so… Wir sind jetzt am untersten Rand unserer Kolumbien-Ecuador-Karte. Zum Glück haben wir ja noch die unzuverlässige GoogleMaps ;) Wir werden uns schon nicht verirren…
Nach Alexandras berauschendem Geburtstag, vor allem Dank Pisco-Rudi, fuhren wir nach Lobitos. Lobitos ist ein kleines unscheinbares Dörfchen, mit aber einem weltweit bekannten Surfspot, wahrscheinlich dem Besten Perús. Das Dörfchen liegt im Nichts, umringt von Wüste und Ölpumpen. Auf dem Weg dorthin begegneten wir auch den Wüstenopfern, einige waren sogar noch lebendig, diese definitiv nicht!
Auch meerseits ist das Dörfchen von Ölplattformen umringt. Ansonsten ist aber die Natur auch hier spektakulär.
Wie in manchen weniger touristischen Orten in denen wir waren, sind auch meistens wir spektakulär. Die Einheimischen fragen häufig nach Fotos mit den Ausländern :) und stehen dann fast Schlange um Fotos mit uns zu machen. Was auch immer sie damit dann anstellen: Neustes Wohnzimmerbild, „Ich mit Ausländer!“
Auf dem folgenden Foto hat aber Adi nur für Alexandra geposed!
Fast so schwierig wie Krebse zu fotografieren, ist es uns beim Surfen zu knipsen. Meistens nehmen wir halt keine Kamera mit an den Strand, da beide Surfen wollen. Und auch wenn mal eine Kamera dabei ist… wir kriegen leider nicht jede Welle und häufig ist man soweit draussen, dass man gar nicht mehr erkennt, wer wer ist. Darum ist es eine ziemliche Geduldsprobe für ein gutes Foto. Schlussendlich hat es aber in Lobitos – bei den super Wellen – doch noch geklappt.
Um endlich mal ein paar Kilometer zu machen – wir steckten ja immer noch im nördlichsten nördlichen Zipfel von Perú – fuhren wir weiter Richtung Lima. Lima liegt aber noch weiiiit von uns entfernt. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns also vom warmen Wasser. So langsam kommen wir immer weiter in die Gefilde des Humboldtstromes, der kaltes Wasser vom Süden in den Norden bringt. Die Lufttemperaturen bleiben zum Glück aber noch ein Weilchen angenehm warm, zumindest an der Küste…
Fast an jedem Strand den wir passierten, verhält es sich mit den Fischerbooten wie mit den Palmen. Sie bieten tausende von Fotoklickkrämpfen.
Weg von den Booten, aber immer noch auf der langen Fahrt von Lobitos nach Pacasmayo durchquerten wir die Wüste de Sechura. In fast unendlicher und nimmer endenden Trockenheit bot sich plötzlich ein witziges Naturschauspiel an. Eine Windhose donnerte über den Sand! Naja, war ein stummer Donner.
Eigentlich wollten wir noch ein bisschen weiter fahren als Pacasmayo. Ermüdet von der langen Fahrt und positiv überrascht vom kolonialen Fischerdörfchen Pacasmayo, liessen wir uns gleich hier für ein paar Tage nieder.
Nicht nur das Dörfchen war hübsch, sondern auch die Wellen waren ziemlich kuul. Adi war so lange auf einer Welle, dass er danach drei Tage Muskelkater hatte.
Der Fischersteg – im Gegensatz zu Ecuador gibt es die fast in jedem Fischerdörfchen in Perú – kostete volle 30 Rappen Eintritt pro Person. Wir leisteten es uns trotzdem und bewunderten die Möwen, die den Sonnenuntergang genossen.
Angetan von einer Werbung in unserem Hotel in Pacasmayo, entschieden wir uns spontan für drei Tage in die Berge zu gehen. Höhenkur soll auch gut sein gegen Muskelkater, vielleicht auch nicht! Adi hat es jedenfalls nichts genützt.
Zur hiesigen Bergkultur gehören viele Esel die den Strassenrand säumen oder die Strasse versperren. Einem braven Strassenrandexemplar gönnten wir deshalb ein Foto ;)
Über einen Pass von 3000 Höhenmetern ging es wieder etwas hinunter nach Cajamarca – 2700 Meter über Meer. Die kurvenreiche Passstrasse war gegen Ende in eher schlechtem Zustand, aber immer noch super im Gegensatz zu kolumbianischen Strassen. Immer wieder passierten wir Ortschäftchen in denen die Leute körperlich strenge Arbeit zu verrichten schienen, wie zum Beispiel diese ältere Dame.
Cajamarca ist eine Kolonialstadt in der noch viele Leute in traditionellen Trachten herumlaufen. Innerhalb und auch Rundherum hat Cajamarca einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Am ersten Abend erklommen wir die Treppe zum Inkastuhl, von welchem man eine geniale Aussicht auf die Stadt hat.
Was sich jeweils auch schlagartig ändert, ist das Klima. In den Bergen ist es am Morgen meistens schön und gegen Abend kommt es zu heftigen Regengüssen. Wobei es an der Küste momentan trocken und heiss ist.
In den Gassen der Altstadt kann man das rege Geschäftsleben des Marktes mitverfolgen. Leute mit Pasta-, Bananen-, Trauben- und Alles-Mögliche-auf-Wägen versuchen aktiv ihre Ware loszuwerden. Beeindruckend waren auch die PETA-Konform abgepackten Säcke mit zum Teil über einem halben Dutzend lebenden Hühnern drin, zappelnd und gackernd.
Am Nachmittag nahmen wir an einer Tour teil. Mit einem Guide und einer Gruppe fuhren wir zuerst an zwei Orte, die uns wenig interessierten: Eine Käserei nach Schweizer Vorbild und in einen Garten mit japanischen Blumen. Danach ging es zu den Ventanillas de Otuzco, 3000-jährige Gräber, die wie Fenster in den Stein gemeisselt wurden. Von Aussen sieht es aus wie ein Wohnhaus im Fels. Die Gräber waren aber nur einen halben Meter tief.
Weiter ging es am nächsten Tag auf eine weitere vielversprechende Tour. Hoch über der Stadt besuchten wir den Bosque de las Piedras – was so viel wie Wald der Steine bedeutet. Auf einer gemütlichen Wanderung durch den Steinwald, versuchten die einheimischen Bergkinder Süssigkeiten und Geld zu erbetteln, dafür durfte man ein Schaf halten oder sie sangen ein Liedchen vor. Kinderarbeit sieht man hier leider nicht selten.
Der Steinwald war beeindruckend und immer wieder zeigte uns der Guide uralte Steinzeichnungen.
Genug von der Höhe machten wir uns wieder zurück an die Küste. Dieselbe Strasse wie bei der Hinfahrt war dieses Mal von unzähligen Steinen bedeckt, die durch den heftigen Regen auf die Strasse gepurzelt waren. Anscheinend ist das ein Volkssport in Perú. Etliche Verkehrsschilder weisen darauf hin, dass Steine auf die Strasse legen verboten sei…
Adi hatte den Regen auch ziemlich mitgenommen. Da im Hotel eine Dachrinne verstopft war, stürzte das Wasser von drei Dächern in einem riesigen Wasserfall auf unser Auto herunter. Dies gefiel der Alarmanlage gar nicht. Und so musste Adi neben dem Auto stehen und immer den Alarm per Fernbedienung quittieren. Er hätte es ja umparkiert, hätten die Hotelangestellten ihn gelassen. Nur meinten diese, bei so viel Regen würde Adi soooo nass, dass krank! Damit die anderen Gäste aber schlafen konnten, blieb Adi halt wach und drückte Knöpfchen.
Trotz Müdigkeit und Wasser im Auto?! ging es am nächsten Tag zurück an die Küste.
Vorbei an Mexico… das hiess wirklich so!
… kamen wir schlussendlich in Puerto Chicama an, der Ort mit der längsten linken Welle der Welt. Auch wenn die Welle super lang und schön anzusehen war, einfach war sie nicht. Vorallem die Strömung war ungemein stark. So viel paddeln mussten wir schon lange nicht mehr. Ausserdem ist das Meer inzwischen so kalt, dass man nur mit Neopren surfen kann. Wie unkuul :(
Liebe Nadine, lieber Mauro, Adi wollte euch noch unbedingt beweisen, dass unser Jeepli rüstig und fit für unsere gemeinsame Tour in einem Monat ist. Wir freuen uns riesig!
Über Dünen, Stock und Stein fuhr das Jeepli wie… es sich halt gehört für so ein Jeepli!
Inzwischen in der farbigen Stadt Trujillo angekommen, freuen wir uns auf weitere tolle Abenteuer und hoffen bei euch ist auch alles gut.
Liebe Grüsse
Adi und Lex




















Love the car!! Und guk mal wie brun ihr sind! So schoeni fotene! Bis bald und danke numal fuer das telefon :D xoxoxoxo
Andrea & Bryan
Wow..schön wider mal vo üch zghöre und zläse…mmh lexli ich ha scho die feine Dätteli entdeckt:))
Bis bald ihr 2 und hends guet