Aufs Sandboarden folgten noch etliche hundert Kilometer Sand. Das Landschaftsbild änderte kaum. Bevor wir uns aber unserem Kulturmarathon widmeten und in dünnere Luftschichten vordrangen, gönnten wir uns noch einen kurzen Abstecher ans Meer!
Mit traurigem Blick zurück kurvten wir durch steile Felswände, bis wir auf 2300 Meter über Meer in Arequipa ankamen. Obwohl Ostern und ganz Peru auf der Strasse war, ging unsere Rechnung auf. Trotz vielen Vorwarnungen, dass kein Hotel in dieser Zeit zu finden wäre, hatten wir Glück und fanden auf Anhieb ein günstiges und schönes Hotel. Alle Peruaner wollten wohl an die Küste…
In der als weissen Stadt bekannten Stadt Arequipa – warum auch immer, so weiss war sie gar nicht – gibt es noch eine weitere Stadt, eine sogenannte Stadt in der Stadt. Das erst seit ca. 40 Jahren für Touristen zugängliche Kloster Santa Catalina verfügt über viele kleine Gässchen, die eine kurzweilige Entdeckungstour ermöglichen.
Auf ca. 20’000 m² erstrecken sich viele blaue, rote und weisse Gässchen, die zu unzähligen Schlafstätten, Gärten, Gebetsräumen und vielem mehr führen. Man fühlt sich in eine völlig andere Zeit versetzt.
Arequipa war nur ein kurzer Zwischenhalt für die Akklimatisierung, um danach nicht völlig atemlos die Hochanden-Gepäckesel und -Wollproduzenten zu bestaunen. Angekommen auf einer Höhe von über 3500 Metern über Meer wimmelte es plötzlich von den … – ach so süüssen Tierchen.
Zuerst sahen wir Herden von Alpacas – flauschig weichen Baby-Alpacas. Weit ab von jeglicher Zivilisation befinden sich riesige Alpacaherden, bewacht von einem einsamen Hirten. Der Hirt ist voll und ganz damit beschäftigt, die Alpacas von der Strasse fernzuhalten. Viele der Alpacas haben ein aus farbigem Garn geflochtenes Bändchen im Ohr.
Zwischendurch trifft man auch auf die eher scheuen und wilden Vicuñas. Schilderwälder weisen auf deren spontanen Strassenüberquerungen hin.
Über einen Pass von sage und schreibe 4950 Metern gelangten wir in den Colca Canyon, wo es – o Wunder – wieder einmal einen Vogel zu bestaunen gab. Diesmal den grössten der Welt: den Condor!
Früh morgens um sieben waren wir am Cruz del Condor angelangt. Nicht nur wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt, auch einer dieser Condore beängstigendem Ausmasses flog uns direkt über die Köpfe. Leider war die Kamera nicht abdrückklar.
Auf der Rückfahrt nach Chivay hielten wir an jedem Ausblickspunkt und genossen die Sicht in den Canyon. So langsam verlor der Canyon an seiner spektakulären Tiefe und ging in bewirtschaftete Felder über.
Zurück über den selben Pass – über die immer noch unglaubliche Höhe von 4950 Metern – hatte es diesmal doch voll Schnee. Dafür war der Nebel weg und gab die Sicht frei auf die umliegenden Vulkane. Es reichte auch für eine Schneeballschlacht.
Nach langer Fahrt nach Cusco – mit einer Story, die es erst zu Hause gibt – gönnten wir uns keine Verschnaufspause. Es ging sofort weiter auf eine Tour, die uns zu mehreren interessanten Inkastätten führte.
Um aber die ultimative Inkastätte zu besuchen, mussten wir auf eines auf unserer Reise noch nie verwendetes Tranportmittel umsteigen. Die Zeit bis der Zug eintraf, verbrachten wir in den Gässchen von Ollantaytambo. Adi hatte noch ein Käppchen dabei, welches wir einem jüngeren Dorfbewohner schenken wollten. Auf die Frage, wer es haben möchte… Wir hoffen die drei Jungs streiten sich nicht heute noch darum.
Mit dem 5:30 Uhr Bus ging es hoch zur Inkastadt Machu Picchu. Obwohl es die ganze Nacht in Strömen geregnet hatte und auch auf der 25 minütigen Busfahrt nicht aufhöhren wollte, oben angekommen waren die Wolken verschwunden. Es blieb eine mystische Stimmung zauberhaften Ausmasses. Viel mehr zu Machu Picchu möchten wir nicht erzählen. Das muss jeder selbst erlebt haben. Absolut einmalig!
Nach einem unglaublichem und mega langem Tag schliefen wir endlich wieder mal ein bisschen aus. Unsere Schläfrigkeit begleitete uns auf den Plaza de Armas von Cusco, wo wir die warme Bergsonne genossen. Am Nachmittag klapperten wir weitere Inkatempel ab. Cusco – die ehemalige Inkahaupstadt – ist definitiv ein Ort, wo man ganz viel Zeit mit abwechslungsreichen Aktivitäten verbringen könnte.
Mittlerweile haben wir Cusco wieder verlassen und sind unterwegs in Richtung bolivianischer Grenze. Kurz nach Cusco besuchten wir noch die ehemaligen Inka-Ackerbauten von Tipon, die mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem beeindruckten.
Wir verweilen die nächsten Tage weiterhin in schwindeleregender Höhe und hoffen auf viele weitere spannende Erfahrungen.
Wir grüssen aus der faszinierenden Inkawelt!



















oh so schön: arequipa, cusco, machu picchu – krieg grad sehnsucht nach peru. beim colca canyon hab ich wohl so richtig was verpasst, dass ich dort nicht hingegangen bin. ward ihr auch auf dem wayna picchu oben? arequipa heisst übrigens die weisse stadt wegen dem weissen stein mit dem zum beispiel die kirche gebaut wurde…
cerveca negra und mate de coca hilft gegen die höhe, so sagte man mir jedenfalls in peru. und fein ists sowieso:-)
wünsch euch weiterhin eine tolle reise!
ganz liebe grüsse
betty
übrigens: geht ihr noch an den titicacasee? muss unglaublich schön sein. war selber leider nicht dort. für das hat die zeit nicht gereicht. würde aber auf dem weg nach bolivien liegen:-)