Und so neigt sich unser Reisli dem Ende zu…
Um Nadine und Mauro auf einer Höhe von 3800 Metern über Meer nicht gleich am ersten Tag zu überfordern, schlenderten wir ein bisschen durch La Paz. Adi hat es tatsächlich geschafft, sich am Hexenmarkt ausrauben zu lassen. Wie es das Glück aber so wollte, veranstalteten die Marktfrauen so einen gewaltigen Aufstand, dass der Dieb ein schlechtes Gewissen bekam. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd war das Portemonnaie wieder da…
Am drauffolgenden Tag vermieden wir weiterhin grosse Anstrengungen und besuchten daher Tiwanaku. Eigentlich wäre es ein ganz interessante archäologische Stätte. Leider war unser Guide miserabel und konnte ganz wenig erklären.
Um dann aber endlich wieder in die Gänge zu kommen, liessen wir uns am Montag auf 4700 Meter über Meer hochkutschieren. Von diesem Pass kurvten wir mit Bikes auf mehrheitlich unaspahltierten Strassen durch drei Vegetationszonen bis hinunter auf 1200 Meter über Meer. Ganze 62 Kilometer schlängelt sich die Strasse an imposanten Steilwänden entlang. Heute gibt es für den Autoverkehr eine neue Strasse, aber diese Passstrasse ist so extrem, dass man die Geschichten über die vielen Tote ohne weiteres nachvollziehen kann. Mit dem Fahrrad ist es aber nur halb so gefährlich und wir haben es alle stolz überlebt.
Leider war fotografieren fast nicht möglich. Die Organisation mit der wir gegangen waren, hat das aber übernommen. Leider haben wir die Fotos aber noch nicht hochladen können. Hier einfach ein Ausblick auf den Anfang der Strasse.
Nach drei Tagen La Paz machten wir uns dann endlich auf den Weg in Richtung Chile. Vor der Grenze zu Chile liegt aber noch die Salzwüste von Uyuni, die wir unbedingt besuchen wollten. Die Strasse dorhin war die letzten 160 Kilometer nicht asphaltiert und zum Teil von Flüssen durchzogen. Unser Jeepli meisterte das vorerst noch super.
Um unser Jeepli nicht zu sehr zu fordern, besuchten wir die Salzwüste mit einer lokalen Organisation in deren Toyota. Unser Jeepli brachten wir zur Revision in eine Garage, da nach der Salzwüste 560 km Schotterpiste bis Chile vor uns lagen.
Irgendwie haben wir es nicht hingekriegt, die ach so kuulen Fotos zu machen, die man in dieser Wüste halt so macht. Aber probiert haben wir es. Und zwar stundenlang.
Am nächsten morgen packten wir unser Auto für die zweitägige Tour mit Guide Richtung chilenische Grenze. Im Kovoi und ausgerüstet mit Funkgerät fuhren wir los. Kurz nach verlassen von Uyuni besuchten wir das Cementerio de Trenes. Seit ca. 1914 rosten dort alte Züge vor sich hin. Da es keine Absperrungen und Verbote gibt, ist es ein lustiges Spielplätzchen für Grosse ;)
Und dann geschah es… Zum Glück geschah es nur wenige Kilometer ausserhalb Uyuni. Unser Jeepli wollte nicht mehr. Von einem Moment auf den andern begann er zu kochen. Wir waren gezwungen umzukehren. Da wir ja im Konvoi fuhren, konnte uns unser Guide abschleppen.
In der Werkstatt erklärte man uns, dass die Wasserpumpe defekt sei. Nach stundenlangem Warten, dann der nächste Dämpfer: Innerhalb einer Woche ist kein Ersatz zu finden.
Da Nadine, Alexandra und Mauro aber den Flieger sieben Tage später in Santiago haben, blieb uns nichts anderes übrig als unser Jeepli zu verlassen.
In keinen fünf Minuten war einer gefunden, der Autos verschiebt. Bis aber alle Papiere auf dem Notar gemacht waren, damit dieser dann das geflickte Jeepli nach Bogota zurück fahren kann, verging ein weiterer Tag mit Warten.
Aber es hat sich gelohnt. In den darauffolgenden zwei Tagen durchquerten wir wunderschöne und einzigartige Landschaften. Auch unser Fahrer Don Pedro taute mit jeder Minute mehr auf und entpuppte sich als lustiger liebenswerter älterer Herr.
Geschafft von abenteurlichen Tagen nahmen wir den 22 Stunden dauernde Bus von San Pedro de Atacama nach Santiago. Die Sitze waren super bequem, aber Herr schnarchend Nachbar ziemlich mühsam. Ans Busfahren hatten wir uns ja bis jetzt noch nicht so gewöhen müssen. Früher als geplant waren wir somit in Santiago angekommen.
Ein Tagesausflug machten wir auf Val Paraiso. Unzählige verwinkelte Gässchen sind von super kuulen Graffitis verziert. Auch allgemein hinterlässt die Stadt einen ziemlich künstlerischen Eindruck.
Damit Mauro und Nadine die Badehose nicht vergebens mitbrachten, besuchten wir noch die heissen Quellen von Colina. Mit einem Mietauto fuhren wir in die Berge und kamen fast nicht an. Wer lesen könnte wäre klar im Vorteil. Die Quellen waren in unserem Guide beschrieben. Dass sie aber am Ende einer langen Wanderung zu finden wären, wurde überlesen.
Fast keiner glaubte mehr daran, dass unser Mietauto es so lange über die schlammigen Schotterpisten aushält und auch nicht, dass die Quellen überhaupt noch kommen könnte. Aber tada, schlussendlich waren sie doch da! Und auch heiss!
Beim Anblick des dreckigen Auto kriegte der Vermieter zwar fast einen Anfall, beruhigte sich aber wieder und nahm es dann anstandslos zurück.
Inzwischen sind Nadine, Mauro und Alexandra wieder zurück und Adi wartet auf Wigi. Gemeinsam wollen sie dann weiter nach Buenos Aires.
Es Grüssen Nadine, Alexandra, Mauro und Adi
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Kommentarschreibern bedanken und uns dafür Entschuldigen, dass es vermeintlich nie eine Antwort gab. Wir haben erst vor kurzem mit Schrecken herausgefunden, dass wenn wir auf einen Kommentar antworten, nicht automatisch eine E-Mail an den Kommentarschreiber zurück geschickt wird. So habt ihr – auch wenn wir geantwortet haben – wahrscheinlich gar nie davon erfahren.














Adiiiiii, when are you coming home? The weather is fantastic…I must have beers with you…Grill-Alarm in Oberrieden dude….Hurry!!!
cheers
m